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Schiffssicherheitsverordnung für Traditionsschiffe wird verschoben

 

In einem Spitzengespräch mit dem amtierenden Verkehrsminister Christian Schmidt ist zwischen dem Vorsitzenden der GSHW und dem Minister vereinbart worden, dass der Entwurf zur neuen Verordnung ergebnisoffen überarbeitet werden soll. „Der Minister und auch wir streben eine Verordnung an, mit der es den Betreibern auch in Zukunft möglich sein soll, Traditionsschifffahrt unter deutscher Flagge zu betreiben“ so Jan-Mathias Westermann, Vorsitzender der GSHW.

In der am Mittag folgenden Arbeitskreissitzung zwischen dem BMVI und den Verbänden wurden erste Ergebnisse erzielt, so zum Beispiel, dass alle Ausnahmen von dem im Verordnungstext vorgesehenen baulichen Vorschriften schiffsbezogen festgehalten und für die Lebensdauer des jeweiligen Schiffes festgeschrieben werden. Dieses Vorgehen entspricht auch der Forderung der GSHW, eine Differenzierung nach Fahrtgebieten und Schiffsgrößen in der Verordnung zu verankern.

Weitere Gesprächsrunden werden am 28.11 und 15.12 2017 folgen. Die neue Verordnung soll dann am 01.04.2018 in Kraft treten.

„Wir sind verhalten optimistisch, eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden“ so Nikolaus Kern, stv. Vorsitzender der GSHW.

 

Die Pressemitteilung zum Download findet man hier:

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Pressemitteilung der GSHW – Deutsche Traditionsschiffe in Gefahr

PM 10.11.17
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur beabsichtigt den neuen Entwurf für die Schiffssicherheitsverordnung für Traditionsschiffen, der zum 01.01.2018 in Kraft treten soll, In der nächsten Woche zu unterschreiben. Darin enthalten sind Forderungen über Bau und Betrieb von Traditionsschiffen, die nicht umgesetzt werden können.
Der vom Bundesverkehrsministerium herausgegebene Entwurf sieht Änderungen und Vorschriften vor, die zur Folge haben, dass
1. der Betrieb hinsichtlich der Anforderungen an die ehrenamtliche Besatzung nicht mehr, oder nur noch eingeschränkt möglich sein wird,
2. die Schiffe in ihrem Aussehen bzw. baulichen Zustand so nachhaltig verändert werden müssen, dass sie ihren ursprünglichen Charakter verlieren könnten,
3. der finanzielle Aufwand zur Umsetzung der Forderungen die monetären Möglichkeiten der Betreiber übersteigt und der weitere Betrieb gefährdet ist.

Wird der Entwurf unverändert umgesetzt, werden deutsche Traditionsschiffe kaum mehr eingesetzt werden können. Die lebendige Präsentation traditioneller Seefahrt wird nicht mehr möglich sein. An den Paraden auf den maritimen Veranstaltungen wie Kieler Woche, Hansesail, Dampfrundum, Travemüder Woche, Sail Bremerhaven, Hamburger Hafengeburtstag usw. werden deutlich weniger deutsche Schiffe teilnehmen können.
Darüber hinaus werden dann Jugendreisen, die soziale Grundlagen wie Teamfähigkeit und Selbstbewusstsein der Jugendlichen fördern, kaum mehr angeboten werden können. Die Schiffe dafür werden fehlen.
Das Maritime Erbe unseres Landes wird nur noch in Museen besichtigt werden können, nicht jedoch in der Praxis erlebt.
Seit mehr als 40 Jahren haben sich überwiegend ehrenamtlich tätige Freunde alter Schiffe darum bemüht, diese durch Erhalt und Pflege für die Gemeinschaft zu erhalten. Neben dem Gedanken des Maritimen Erbes sind es vor allem Jugendliche, die auf diesen Schiffen Erfahrungen sammeln können, zum Beispiel bei Klassenfahrten oder europäischen Treffen von Traditionsschiffen.

Nikolaus Kern, stv. Vorsitzender der GSHW: „ Wir erwarten vom BMVI, dass die Verordnung nicht in Kraft gesetzt wird, bevor sie nicht in Gesprächen mit den Verbänden so überarbeitet worden ist, dass der Erhalt der deutschen Traditionsschiffe gesichert ist. Wir möchten auch in mittelfristiger Zukunft fahrende Traditionsschiffe unter deutscher Flagge an unseren Küsten erleben.“

​ GSHW e.V. – Der Deutsche Dachverband für Traditionsschiffe

Titanic – Bordbuch auf dem Ewer Elfriede Lesung in Glückstadt Sonntag, 1. Oktober 2017 11.00

In Kürze erscheint im Delius Klasing – Verlag der der liebevoll gestaltete Band     Das Titanic – Bordbuch. 

Kompetent übersetzte Klaus Neumann den englischen Text. Am Sonntagmorgen, nach der traditionellen Regatta Rhinplate rund liest er daraus.
Diesmal werden allerdings nicht die allseits bekannten Fakten zum 100. male umgewälzt, potentiellen Passagiere dafür erhalten eine fachkundige Einführung in das Bordleben von der ersten bis zur dritten Klasse. Dazu gehören selbstverständlich auch Hinweise wann und zu welcher Gelegenheit was zu tragen ist um gesellschaftlich nicht im Abseits zu stehen ebenso wie der Bordalltag zu gestalten gleichzeitig vermitteln die Autoren einen Eindruck von der Technikeuphorie zu beginn des 20. Jahrhunderts. Dies unterstreicht der englische Titel noch einmal:

The Titanic Pocketbook – A Passengers Guide

Auf Wiedersehen am Sonntagmorgen im Salon des Ewers Elfriede um 11 Uhr!

 

Jürgen Geier auf der RICKMER RICKMERS

Vom 18.9. bis zum 27.10.2017 ist die Ausstellung mit den surrealistischen Werken des genialen Malers Jürgen Geier in den Galerieräumen der RICKMER RICKMERS zu sehen.

Der Maler, der seit seinem 16. Lebensjahr malt, hat seit 2003 den maritimen Surrealismus für sich entdeckt.
Besonderen Wert legt der Künstler auf schiffshistorische Details, die mit Akribie dargestellt werden.

Jürgen Geier erzählt in seinen altmeisterlichen Gemälden Geschichten und freut sich, wenn der Betrachter sich in die zahlreichen Einzelheiten vertieft und Entdeckungen macht, die ihn schmunzeln lassen.
Der Maler, der ursprünglich aus Süddeutschland stammt und seit dem Jahr 2000 in Bruchhausen-Vilsen, in der Nähe von Bremen lebt, hat einen klassischen Gaffelschoner selbst gebaut und bezieht seine Inspiration auch aus seinen Erfahrungen als Segler und aus seinen Kenntnissen der traditionellen Seemanschaft. Bisher führten ihn Ausstellungen in den norddeutschen Raum, die Schweiz und nach London.

Wer noch nie auf der RICKMER RICKMERS war, einfach mal hingehen und staunen. Es lohnt sich!

Die Öffnungszeiten täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr.

MARITIME EVENTS 2017 (TEIL2) – Regatten klassischer Yachten

Max – Oertz – Regatta                Neustadt (Holst.)           25. – 28. 5.
Teamrace FKY                                Rhu, Schottland              26. – 28.5.
Traditionsklassen Meeting     Utting, Ammersee           16.-18.6.
The Run – Nachtregatta            Kiel -Svendborg                 9. – 11. 6. Klassiker Rendezvous               Kiel                                          15. – 18. 6.
Havel – Klassik                                Berlin                                     23. – 25. 6.
6. Hanseclassics                            Rostock                                    4. – 6.8.
29. Germanclassics                      Laboe                                      17. – 20.8.
Regatta um den Kaiserpokal  Berlin                                         2. – 3. 9.
Elbe – Klassik                                   Hamburg                                 9. – 10. 9.
Klassiker Rendezvous               Rheinland/Esse                   3.10.
8. Corsica Classic                          Bonifacio /Fr.                     27. 8. – 10.9.
Régates de yacht traditionel et vieux voiliers de la Cors

Mehr…http://fky.org/news/kalender-2017-1.htm

Maritime Events 2017 (Teil1) – Windjammer-Regatten

 

Rendez – Vous – 2017         Tall Ships Regatta 

Europa – Kanada – Europa

London      Royal Greenwich    13. -16. 4.
Race 1:       Torbay – Sines
Sines                                                      29.4. – 1.5.
Race 2: Sines – Bermuda
Bermuda                                              1.6. – 6.6.
Race 3: Bermuda – Boston
Boston                                                 17.6. – 22.6.
Race 4: Boston – St. Lorenz Golf – Häfen
St. Lorenz Golf – Häfen               30.6. – 9.7.
St. Lorenz Fluss – Häfen              14. – 16. 7.
Québéc                                                 18. 7. – 23.7.
Halifax                                                  28.7. – 31.7.
Race 5 : Halifax – Le Havre
Le Havre                                               31.8. – 3.9.

Europa

Halmstad                                              30.6 – 3.7.
Race 1: Hamstad – Kotka
Kotka                                                      13.7. – 16.7.
Cruise In Company: Kotka -Turku
Turku                                                       20.7. – 23.7.
Race 2 :  Turku – Klaipeda
Klaipeda                                               29.7. – 1.8.
Race 3:   Klaipeda – Stettin
Stettin                                                   5.8. – 8.8

Baltic Sail 2017

Sea Festival                          Klaipeda                            1.6. – 3.6
Sail Gdansk                           Danzig (Gdansk)          29.6. -2.7
Archipelago Festival       Karlskrona                      1.8. – 6.8.
Haikutter – Festival         Nysted                               5.8 – 9.8.
Hansesail                               Rostock                            10.8. – 13.8.
City Festival                         Riga                                    18. – 20.8.

 

 

Neues Herz für alte Dame – Die historische Dampfbarkasse Otto Lauffer erhält neuen Kessel

 

Die Stadt Hamburg wollte sie 2003 nicht mehr pflegen, das Museum für Hamburgische Geschichte auch nicht – und alle dachten der Museumshafen Oevelgönne wird´s schon richten, doch der konnte auch nicht so richtig (zunächst!).  So wanderte der entkernte Rumpf von der durch die merkwürdige Reform der Arbeitsförderung in den Ruin getriebene Werft „Jugend in Arbeit“ zu Blohm & Voss wo er weitere 10 Jahre still vor sich hin rostete. Doch es gab zwei Bundestagsabgeordnete die wussten wie man mit Geld gefüllte Tresore knackt: Johannes Kahrs und Matthias Bartke. 2015 standen plötzlich 890 000 € bereit, Mittel aus dem Sonderprogramm des Bundes für Denkmalschutz und dem Haushalt Hamburgs. Nun zahlten sich die Vorarbeiten der freiwilligen Helfer des Museumsvereins aus. Man hatte die ausgebauten Teile so sorgfältig als möglich gesammelt und konserviert, Pläne nicht nur geschmiedet, sondern auch aus den Archiven besorgt. So war man fast aus dem Stande in der Lage mit der nun bezahlbaren Restaurierung zu beginnen – wenn man eine Werft hätte die noch Schiffbau als Handwerk im besten Sinne betreibt.

Sie fand sich in Lauenburg an der Oberelbe: die 1886 gegründete Hitzler –Werft. Nun blieb noch das Problem des Dampfkessels. Zwar hatte man die Originalpläne der H.C. Stülcken Werft, die das Schiff 1928 gebaut hatte, aber den nachzubauen traute sich zu vertretbaren Kosten zunächst keine Firma. Im Gegensatz dazu „Wulff & UMAG Energie Solutions“ in Husum, sie bauten den Kessel,  nach den alten Plänen, so originalgetreu wie möglich nach um den heutigen Sicherheitsbestimmungen zu genügen. Ob der wohl auch 70 Betriebsjahre durchhält  wie sein historisches Vorbild, dessen Betriebserlaubnis 2003 erloschen war und damit Ursache der wohl längsten Restaurierung eines Dampfschiffes in Deutschland war. Dieser 7t schwere Kessel soll nun den Dampf für 147 PS starke 2 Zylinder – Dampfmaschine liefern.  Das Einsetzen des Kessels, so sagen die Fachleute sei für ein Dampfschiff so etwas wie Kiellegung und Stapellauf zusammen. Kein Wunder dass sich am 20. Januar mehr als hundert Vereinsmitglieder und Dampfenthusiasten in der großen Schiffbauhalle der Hitzler Werft versammelt hatten um den großen Augenblick nicht zu verpassen, als der alten Dame Otto Lauffer, ex Hafenpolizei 6 ihr neues Herz eingepflanzt wurde.

©2017 Herbert H. Böhm

Endlich! – Erster Segelkalender der Sail Training Association Germany fertig

„Mit der Sail Training Association Germany (S.T.A.G.) durch das Jahr“ ist das Motto des neuen Segelkalenders im großen A 3-Format. Vor einigen Wochen waren alle 4.000 Mitglieder des gemeinnützigen Bremerhavener Vereins eingeladen,die besten Segelfotos von ihren Reisen zu schicken, um damit erstmals „ihren“ Kalender zu gestalten. Es zeigte sich bald, dass auch Amateure Bilder gestalten können, die selbst professionellen Ansprüchen genügen.

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Auf den 14 Blättern, die 12 Szenen aus der Segelsaison sowie einem zusammenfassenden Blatt mit den Kontaktadressen und dem Titel mit der Flagge der S.T.A.G. werden die Regatten und Törns noch einmal lebendig – und machen einfach Lust auf das neue Segeljahr! Jörg Schinzer, erster Vorsitzender des Vereins, freut sich über die Veröffentlichung: „Wir haben ausschließlich Fotos ausgewählt, die unsere verschiedenen Mitgliedsschiffe zeigen, um unseren jungen und erwachsenen Mitgliedern die gesamte Bandbreite der traditionellen Seefahrt – vom Großsegler bis zur Yacht – nahe zu bringen.“

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Gegen eine Spende von 10 € erhalten alle den Kalender in einem stabilen Karton in der Geschäftsstelle des Vereins (Coloradostraße 7, 27580 Bremerhaven), für weitere 5€ bringt ihn die Post auch ins Haus.

 

 

 

Hintergrundinformation

 

Die gemeinnützige Sail Training Association Germany (S.T.A.G.) widmet sich seit ihrer Gründung 1984  intensiv der Förderung des Sail Trainings von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dafür sind nach übereinstimmender Auffassung aller internationalen Gremien vor allem Traditionssegler und die an Bord praktizierte Vermittlung traditioneller Seemannschaft am besten geeignet. Die S.T.A.G. unterstützt daher seit langem sowohl durch nautisch-technische Weiterbildung von Besatzungsmitgliedern als auch durch Ausrüstungsbeihilfen  alle Bemühungen der Betreiber, den hohen Ausbildungs- und Sicherheitsstandard an Bord dieser Schiffe zu erhalten.

 

Text: Herbert Böhm

 

 

 

 

Die Peking kommt – aber wann? Jahrespressekonferenz der Stiftung Historische Museen Hamburg

Klar, dass die gute Bilanz der Stiftung der Hamburger Historischen Museen von den Hamburger Kulturjournalisten positiv aufgenommen wurde, vor allem als sich herausstellte dass der Senat der Hansestadt für ein mehr als umstrittenes Busbeschleunigungsprojekt 250 Millionen € ausgibt, ihm aber das Museum für Hamburgische Geschichte zusammen mit dem Altonaer Museum und dem Museum für Arbeit gerade 11 Mill.€ wert sind. Kein Wunder dass die Direktoren der Museen zusammen mit dem Vorstand der Stiftung Börries von Notz große Hoffnung auf das neue Hafenmuseum setzen. Nach der Eröffnung der Elbphilharmonie soll das mit 96 Mill.€ aus Bundesmitteln zu errichtende Deutsche Hafenmuseum zum nächsten Leuchtturm – Projekt der Stadt werden –  dessen Licht auch die anderen Sammlungen erleuchtet – sprich zu einem Umdenken in Hamburgs politischen Lenkern führen soll. Erkennt man doch immer mehr, dass diese weichen Standortfaktoren nicht nur bei der Tourismuswerbung eine große Rolle spielen, sondern auch bei der Ansiedlung neuer Betriebe.

 

Als Museums-Standort kommen demnach nun nur noch drei Gelände in Frage:  neben dem alten Elbtunnel in der Nähe der St. Pauli – Landungsbrücken, gegenüber in der Nähe der Musical – Theater sowie die historischen 50-er Schuppen, die letzten aus der Kaiserzeit. Diesen räumen viele die besten Chancen ein, da dort ca. 100 000m2 Fläche zur Verfügung stehen. Letztendlich muss dies jedoch der Senat entscheiden, da damit auch wesentliche Teile der Stadtplanung berührt werden.

 

Die Viermastbark Peking, einer der letzten in Deutschland gebauten Frachtsegler, gehört inzwischen der Stiftung Hamburg Maritim. Wann das Schiff, das viele als den Höhepunkt im Bau von Frachtseglern bezeichnen,  nun tatsächlich nach Deutschland kommt, blieb ebenso offen wie die Werft die die für ca. 26. Mill.€ die Restaurierungsarbeiten durchführen soll. Obwohl die europaweite Ausschreibung noch läuft, scheint nur noch  jeweils eine Werft an der Weser (Elsflether Werft?) und der Elbe (BlohmVoss?) in die engere Wahl zu kommen. Recht vage blieben die Aussagen zu den Terminen, auf die sich niemand festlegen wollte – für die Peking hieß es lediglich, in Abhängigkeit vom Wetter 2017, für das Museum spätestens 2024.

 

Dahinter traten die ebenso spannenden Neuigkeiten, auch aus dem Museum für Hamburgische Geschichte fast zurück. Dieses erfährt gerade eine tief greifende Umgestaltung dies es ermöglichen soll, weit über Hamburg hinausgreifende Sonderausstellung zu ermöglichen. 2018 planen die Verantwortlichen auf der neuen, das gesamte 1. Obergeschoß umfassenden Fläche, die vom Kieler Matrosen Aufstand ausgelösten Revolution zu problematisieren. Im zweiten Obergeschoss wird in Zukunft die Hamburgische Geschichte chronologisch erfahrbar sein – in enger Abstimmung mit dem zukünftigen Hafenmuseum. Die

zweite große „Baustelle“ der Hamburger Museumslandschaft ist das geplante Internet – Portal „Transfer des Wissens“. Hier sollen die Bestände der Museen, des neuen zentralen Depots, Bibliotheken, Veröffentlichungen mit dem neuen Webportal der Museen verknüpft und damit allen Interessierten zugänglich gemacht werden. Mehr als 1,3 Mill.€ werden dafür aus verschiedenen „Quellen“ bereitgestellt.

Mit all diesen Maßnahmen, dazu gehört auch der weitere Ausbau des erfolgreichen Museumspädagogischen Dienstes (die Zahl der gebuchten Führungen stieg 2016 um 40%), erhoffen sich die Direktoren der Stiftung Hamburger Historische Museen eine weitere Steigerung der Besucherzahlen, die 2016 bei beachtlichen 350 000 lagen. Auch wenn sich im Augenblick  die Aufmerksamkeit auf die vorgestellten Projekte konzentriert, geht auch im Altonaer Museum die konzeptionelle und bauliche Neuausrichtung weiter, ab dem 2. Januar 2017 unter Leitung der erfahrenen Museumsmanagerin Prof. Anja Dauschek. Für die Liebhaber maritimer Kunst dürfte die dem Maler Anton Melbye (1818-1875) gewidmete Ausstellung besonders interessant sein, versuchen die Kuratoren doch  mit vielen Modellen und Objekten aus den Depots diese Zeit lebendig werden zu lassen.

©H.H.Böhm 2016